Um Rohstoffe so lange wie möglich im Kreislauf zu halten, macht es Sinn, Dinge möglichst lange wiederzuverwenden. In vielen Fällen können Verpackungen leider nicht einfach weg gelassen werden. In diesem Fall sind Mehrwegverpackungen eine ökologisch sinnvolle Alternative. Leider ist der Anteil der Pfandflaschen/ -gläser in Österreich nur noch bei ca. 22% (mit Bier und Mineralwasser als Spitzenreiter) – zum Vergleich: 1994 lag der Anteil noch bei rund 80%. Der Handel kann selbst entscheiden, ob und wie viele Produkte er im Mehrwegflaschen/ -gläser anbietet. Nachdem dieser Weg doch etwas mehr Aufwand ist, entscheiden sich die meisten Geschäfte leider dagegen.

Wiederverwenden, was wir konsumieren und weder verweigern noch reduzieren können

Wir verlängern die Lebensdauer unserer Gegenstände, indem wir sie wieder- und wiederverwenden. Wir können wiederverwendbare Behälter und Geräte, aus nachhaltigen Materialien (zum Beispiel: Glas, Stoff, Metall anstelle von Plastik) den Vorzug geben.

Mit Kindern kann auch vieles wiederverwendet werden. Zum Beispiel können alte Verpackungen wunderbar als Sandspielzeug verwendet werden. Zugegeben, die halten vielleicht nicht so lagen, wie gekauftes Sandspielzeug, aber dafür gibt es öfter Mal was Neues. Tolle Tipps für weiter Spielsachen aus Naturmaterialien oder was alles eine neue Verwendung finden kann findet ihr bei der lieben Sandra von „Was wir spielen“

Wiederverwenden kann so einfach sein

Ein für mich typisches Reuse Produkt ist Glas. Ich kaufe zb passierte Tomaten, Mais, Kichererbsen, usw. so weit als möglich in Gläsern. Diese wasche ich aus und verwende sie dann für selbstgemachtes wieder. Von selbstgemachter Marmelade oder Saft und Schnaps bis hin zum selbstgemachten Trockenshampoo und Badesalz, können viele selbstgemachte Sachen ihren Platz in altem Glas finden.

Gebraucht kaufen, ausmisten, verkaufen & verschenken oder aber reparieren

Wer gebrauchte Sachen einkauft, spart nicht nur jede Menge Geld. Die Güter, die bereits im Umlauf sind, werden intensiver und länger genutzt. Aus dem gleichen Gedanken heraus macht es Sinn auch den eigenen Haushalt durchzugehen und auszumisten, was nicht genutzt wird. Die Sachen, die bei uns in Kartons und Schubladen ein trauriges Schattendasein fristen, können von anderen Menschen weitergenutzt werden, die sie wirklich gebrauchen können. – Hierfür gibt es mehrere tolle Plattformen. Ob ihr euch selber auf einen Flohmarkt stellt, den Facebook Online-Flohmarkt nutzt oder aber über Shpock und WillHaben (ja ich bin süchtig – kommen Sie, kaufen Sie) eure Sachen an Mann und Frau bringt.

Der positive Nebeneffekt beim Ausmisten ist ein Gefühl der Befreiung von emotionalem Ballast. Reduzieren wir unsere Gegenstände, schaffen wir einen klareren Haushalt und finden schneller was wir brauchen. Dazu habe ich im letzten Dezember eine Ausmist-Challenge gemacht. Vielleicht habt ihr ja Lust, heuer gemeinsam mit mir auszumisten?

Aber auch Kleider-Tausch-Börsen werden immer mehr. Ob nur im Familien- und Freundeskreis oder im großen Stile als organisierte Veranstaltung.

Last but not least darf auch das Reparieren nicht fehlen. Das Fahrrad, dessen Ketten nicht mehr rund laufen, die Kaffeemaschine, die knaxt und knurrt oder aber der Schuh der schief abgegangen ist. Für sehr vieles gibt es einen Weg es zu reparieren und nicht direkt ein neues Produkt kaufen zu müssen. Oft kann man dies sogar selbst reparieren. Wer Hilfe benötigt kann diese in einem der vielen Repair-Cafes finden.

Bei Elektrogeräten gibt es für die Reparatur übrigens sogar eine Förderung des Landes Oberösterreich… somit könnt ihr bares Geld sparen.

Ich hoffe dass für euch ein paar Reuse Anregungen dabei waren.

In diesem Sinne, schönes wiederverwenden, verkaufen, verschenken, reparieren oder ausmisten.

Alles Liebe, eure Eva-Corinne

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