Die Wichtigkeit des Trinkens und der Vorteil der Trink­flaschen für unter­wegs haben wir im let­zten Beitrag über das Trinken unter­wegs schon beleuchtet.

Heute gibt es eine Ergänzung zu diesem Beitrag. Wir wollen das unter­wegs Trinken auch noch aus der Sicht der Mül­lver­mei­dung betra­cht­en.

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

Plas­tik ist eine Katas­tro­phe für unsere Gewäss­er und Meere. Mikro­plas­tik ist über­all und auf Ozea­nen schwim­men riesige Müll­berge. PET-Ein­wegflaschen haben einen großen Anteil an der Umweltver­schmutzung!

1990 wurde in Öster­re­ich mit dem Abfall­wirtschafts­ge­setz das Pfand auf Plas­tik­flaschen einge­führt. 1994 lag der Anteil an Mehrwegflaschen aus Glas bei 96 Prozent. Im Jahr 2001 wurde in Öster­re­ich das verpflich­t­ende Pfand auf Plas­tikge­binde abgeschafft. Seit­dem hat sich das Flaschen­sor­ti­ment im Super­markt stark in Rich­tung Ein­wegge­binde verän­dert.

PET ste­ht für Poly­ethylen, eine schlecht abbaubare Kun­st­stof­fart. Getränke­abfüller set­zen hierzu­lande auf die Wiederver­ar­beitung von PET-Flaschen zu PET-Gran­u­lat. Wegge­wor­fene Flaschen wer­den so zu 70 Prozent wiederver­w­ertet und neue PET-Flaschen durch­schnit­tlich zu 30 Prozent aus diesem Gran­u­lat hergestellt, laut Zahlen der Pet-2-Pet Recy­cling Öster­re­ich GmbH. 40.000 Ton­nen PET-Flaschen kom­men in Öster­re­ich jährlich auf den Markt, im Durch­schnitt wer­den zwei Drit­tel davon gesam­melt und wieder auf­bere­it­et.

Im Juli 2017 unterze­ich­nete die Wirtschaft­skam­mer (WKO) eine Selb­stverpflich­tung für Maß­nah­men zur Steigerung des Mehrwe­gan­teils bei Getränkev­er­pack­un­gen. Von 2018 bis 2030 sollen von der Getränkein­dus­trie ver­stärkt Maß­nah­men zur Reduk­tion von Abfällen und Maß­nah­men zu Steigerung des Mehrwe­gan­teils getrof­fen wer­den. In den let­zten fünf Jahren zeich­nete sich bere­its ein leichter Aufwärt­strend im Mark­tan­teil von Mehrwegflaschen ab, eine Steigerung um ca. fünf Prozent auf 24,5 Prozent. Man ist allerd­ings weit von dem Mehrwegflaschenan­teil der 1990er Jahre ent­fer­nt (96 Prozent).

ALTERNATIVEN zu diesem MÜLLWAHN

Für uns gibt es Wege diesem Müll­wahn zu entkom­men

-> Die Mehrwegflasche — dein Dauer­be­gleit­er: Such dir eine schöne Trink­flasche mit ein­er guten Öff­nung. Ger­ade am Anfang muss man sich selb­st oft daran erin­nern die Flasche mitzunehmen. Genau dann ist es wichtig, dass dir deine Flasche gefällt, du gerne daraus trinkst, die Öff­nung für dich passt und auch die Größe richtig ist für dich. Kaufe nicht ein­fach irgen­deine Flasche, denn sie wird dir ein langer, treuer Begleit­er sein.

Trinkflaschen von Tupperware, Dora, Equa

Trink­flaschen von Tup­per­ware, Dora, Equa

-> Der Soda Mak­er: Min­er­al- und Sodawass­er muss nicht zwin­gend in einem Müll­berg nach Hause getra­gen wer­den. Man kann sein eigenes leck­eres Leitungswass­er zu Hause auch ein­fach mit ver­schiede­nen Soda Mak­ern in Sprudel­wass­er ver­wan­deln. Ich per­sön­lich ver­wende den Soda Stream Crys­tal und bin damit mehr als zufrieden. Ein­er­seits erspar ich mir die ganze Schlep­perei nach Hause und ander­er­seits die ganze Mül­lentsorgung und tu somit meinem Rück­en und auch der Umwelt etwas gutes 😉

-> Säfte in der Mehrweg-Flasche oder direkt gepresste Säfte in den To-Go Bech­er füllen lassen: Ob Mul­ti­vi­t­a­min, Orange, Apfel, Johan­nis­beere, … ab und an so ein leck­eres Säftchen mit Soda ist doch sehr leck­er. Dann aber kaufe ich meine Säfte in der Glas­flasche und das auch noch Region­al. Unsere Super­märk­te sind da schon sehr gut aus­ges­tat­tet. Beina­he jedes Geschäft hat schon ein Region­al-Regal mit leck­erem aus der Umge­bung. Genau da gibt es dann auch meist die leck­eren Säfte. Mein Liebling? Hasen­fit und Mairinger

Bewusste Kaufentschei­dun­gen und richtiges Entsor­gen tra­gen dazu bei, die Umwelt zu scho­nen. In diesem Sinne, PROST!

Alles Liebe eure Eva-Corinne