Während ich diesen Artikel hier für euch schreibe, befinde ich mich auf der wun­der­schö­nen Insel Föhr in Nord­fries­land. Umgeben vom einzi­gar­ti­gen Wattmeer in der Nord­see. Ein beson­ders schönes Fleckchen Erde, das einen schon ab der Ankun­ft entschle­u­nigt, als ob man durch ein unsicht­bares Tor in eine andere Welt entschwun­den wäre.

Nun aber genug geschwärmt, eigentlich geht es hier und heute ja um etwas ganz anderes. Hier sollte eigentlich der näch­ste Beitrag zur Zero Waste Pyra­mide für euch ste­hen. Da wir aber in den let­zten Tagen so viele Hin­weise und Infor­ma­tio­nen über die Plas­tikver­schmutzung im und um das Meer, sowie die Bee­in­flus­sun­gen dadurch auf die Tier­welt erhal­ten haben, ist es mir ein Anliegen, dies mit euch zu teilen, denn wir haben nur diese Meere, ohne Umtauschgarantie.

Zigaretten und das Meer

Egal ob in San­dl, Linz, Berlin, Husum oder Wyk in jedem Dorf, in jed­er Stadt ent­lang unser­er Reis­eroute sieht man sie, die acht­los wegge­wor­fene Zigarette. Dies ist nicht nur für jene unan­genehm die diesen Müll auf­sam­meln müssen. Auch für jenen, der auf der Suche nach einem schö­nen Pick­nick-Platz ist und keinen find­et, da bei den Park­bänken run­dum Zigaret­ten­reste liegen. Die Feuer­wehr, die wegen ein­er schlecht aus­gedämpften Zigarette einen Wald­brand löschen muss. Das Kleinkind, das beim Spie­len im Sand oder der Wiese Zigaret­ten­reste zwis­chen die Fin­ger bekommt. Aber auch die Meer­estiere die Zigaret­ten möglicher­weise mit Fut­ter ver­wech­seln und daran veren­den kön­nen. Wusstest du dass ein Zigaret­ten­fil­ter ganze 15 Jahre braucht um zu ver­rot­ten?

http://v.douyin.com/D6rUKD/

Meeresverschmutzung

Was alles im Meer lan­det ist katas­trophal. Man liest ab und an einen Bericht darüber, denkt sich wie schlimm das alles ist, aber eigentlich bet­rifft es uns ja nicht so direkt.

Auch wenn wir nicht am Meer leben, sind wir an der Ver­schmutzung der Welt­meere beteiligt. Deshalb ist jed­er Beitrag von jedem Einzel­nen wichtig. Das Project Blue Sea hat ein paar tolle Tipps zusam­mengestellt, was und wie wir Bee­in­flussen kön­nen.

Das Problem mit der Kosmetik

Jährlich lan­den Ton­nen an Kun­st­stoff im Meer. Nicht nur durch Vepack­un­gen von Kos­metik, denn auch in den Pro­duk­ten selb­st steckt Plas­tik. Fest, flüs­sig, gel-/wach­sar­tig oder als Schweb­stoff gelangt Plas­tik in unter­schiedlich­sten Erschei­n­ungs­for­men in unsere Bäder. Pro­duk­te erhal­ten dadurch bes­timmte Eigen­schaften. Im Peel­ing als Schleifmit­tel, im Sham­poo damit es nicht reißt und in der Creme für ein sei­di­ges Gefühl.

Für Her­steller mag es lukra­tiv sein, gün­stige Plas­tikzusätze zu ver­wen­den und Pro­duk­tion­skosten zu senken. Durch unsere Ver­wen­dung lan­det das Microplas­tik nach Anwen­dung in unseren Abflüssen, geht weit­er in die Kanal­i­sa­tion, zur Kläran­lage (kön­nen Microplas­tik teils noch nicht voll­ständig aus dem Abwasser­fil­tern) oder aber auch in Bäche, Flüsse und das Meer.

In der Umwelt verbleibt Kun­st­stoff hun­derte von Jahren. Das ist vor allem in Seen, Flüssen und Meeren ein Prob­lem. Dort schwim­men bere­its Unmen­gen an Plas­tik­par­tikelchen. An diesen lagern sich giftige Schad­stoffe wie zb Pes­tizide ab. Je klein­er die Plas­tik­par­tikel, umso wahrschein­lich­er ver­wech­seln Muscheln, Fis­che, Würmer,… die Par­tikel mit Nahrung oder nehmen sie durch Fil­tra­tion auf. Auch die ange­hängten Schad­stoffe wer­den natür­lich mit aufgenom­men. So kommt es ein­er­seits zum erhöht­en Ster­ben von unter anderem Meere­sor­gan­is­men, aber es gelangt auch in die gesamte Nahrungs­kette. Was heißen soll, dass unsere wöchentliche Por­tion Fisch mit hoher Wahrschein­lichkeit Microplas­tik inkludiert.

Wie kann ich Microplastik vermeiden?

Kon­trol­lieren zu kön­nen, was in unseren Kos­metikpro­duk­ten enthal­ten ist, empfehle ich euch die App Codecheck. Strich­code des Pro­duk­tes scan­nen und die App zeigt euch, welche schädlichen oder aber auch unprob­lema­tis­chen Inhaltsstoffe in eurem Pro­dukt sind.

An den Badez­im­mer­schrank, fer­tig, scan­nt.

Alles Liebe

eure Eva-Corinne